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Im Vorgebirge und auf den Abhängen des Bükks dehnt sich die Egrer Weingegend aus. Vor dem Nagy- Eged, einem Berg von vulkanischer Abstammung und mit einer eigenartigen Form, strecken sich halbkreisförmige mit Weintrauben bedeckte Hügel aus. In dieser Gegend wird ausgezeichneter Weiß- und Rotwein erzeugt, unter ihnen sind der legendär gewordene Egrer (Erlauer) Stierblut und die Egrer (Erlauer) Mädchentraube die bekanntesten. In der Weingegend hat die Gewinnung von Trauben und Wein eine lange Tradition: auch in der Zeit der romanischen Herrschaft hat man sich mit der Weingewinnung beschäftigt. Die Egrer Weine waren auch in der Zeit der Könige des Hauses Arpad berühmt, in mittelalterlichen Dokumenten wird die Wichtigkeit dieser Tätigkeit festgehalten. Das Zentrum dieses Gebietes ist Eger. Einzigartig ist hier das, im Mittelalter gestaltete, etwa 140 km. lange Kellersystem, das unvergleichbare Möglichkeiten zur Herstellung von ausgezeichneten Weinen bietet. Die Einzigartigkeit der, oft mehrere hundert Meter langen Kellerlabyrinthe ist, dass, durch die gleichbleibende Themperatur und Luftfeuchtigkeit das Ausreifen und die Lagerung der Weine gewährleistet wird. Der sich auf den Wänden dick angesetzte, eine wohltuende Wirkung ausübende Edelpilz und die, in den Kellerverzweigungen aufgereihten Fässer bieten den Besuchern eine wunderbare Ansicht und ein bleibendes Erlebnis.
Von den berühmten Egrer Kellerreihen, sind den Besuchern von Eger Kis- und Nagykoporos, Koyuk, Veroszala, das Tal der Schönen Frau bekannt. Vorzügliche Keller kann man in den Gemeinden der Weingegend : Andornaktálya, Egerszalók, Feldebro, Noszvaj, Ostoros, Verpelét finden und hier kann man ausgezeichnete Weine kosten.

Zur Ergründung des Geheimnisses der Egrer Weine soll man an Ort und Stelle alles mitsamt studieren: die vorzüglichen Bodenbedingungen, die klimatischen Verhältnisse, die akklimatisierten Weintraubenarten, die Lagerungsbedingungen der Kellerräume, sowie das Fachwissen, die Fürsorge und den Fleiß der örtlichen Bergbauer und Winzer.