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Bélapátfalva-Abteikirche

1232 begann der Zisterzienserorden mit dem Bau der Kirche, am Fuße des Belko Berges, auf dem Gut der adligen Bél Familie. Die Grundrisszeichnung hat die Form eines lateinischen Kreuzes, die Verzierung der Hauptfassade ist die des romanischen Portals; einen schönen Anblick bietet der Wechsel der mit rot-grauen Quadersteinen ausgelegten Reihen an den Wänden. Den mittleren Teil der Fassade schmücken Rosenfenster. Zwischen den drei Schiffen im Inneren der Kirche zieht sich ein Spitzbogen-Wandelgang, die Pfeilerabschnitte sind mit Schnitzereien geschmückt.
Das zu gleicher Zeit mit der Kirche gebaute Ordenshaus wurde im XVI. Jahrhundert zerstört, nur seine Ruinen sind übriggeblieben.

 

Noszvaj- de la Motte Schloss

Durch seine äußere und innere Ausgestaltung und Verzierungskunst ist das zwischen 1774 und 1778 gebaute Schloss eine charakteristische Erinnerung Ungarns an die Zeit Ludowigs des XVI.. Es liegt in einem großangelegten Park, in welchem man verschiedene seltsame Bäume und Ziersträucher antreffen kann. Aus der Vorhalle des Erdgeschosses des Schlosses gelangte man einst in eine Kapelle, von hier führten beiderseitig Stufen zu den Stockwerken. Die Vorhalle im ersten Stock ist mit Deckengemälden, die Wände mit statuenähnlichen Karikaturen von römischen Göttern geschmückt. Man gelangt durch eine Originaleichentür in den Prunksaal und in die weiteren Säle ("romanischer" Saal, "Vogelsaal", Jagdtrophäenaustellung).

Das Schloss kann als Museum besichtigt werden, der angebaute moderne Gebäudeteil ist ein hervorragender Ort für Konferenzen und Fortbildungskurse.

 

Hatvan- Grassalkovich Schloss

Alleinstehendes, eingeschossiges Barockgebäude. Grassalkovich Antal begann den Bau in der ersten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts aus den mittelalterlichen Burgmauern und der Bastei, aus den Ruinen des Gebäudes. Zuletzt befand es sich im Besitz der Familie des Barons Hatvany, der hier als Mäzen der Literatur und Kunst, Anfang unseres Jahrhunderts viele bedeutende Persönlichkeiten  empfing. Auf der Hauptfassade des monumentalen Gebäudes sieht man auf beiden Geschossen je 8 Fenster, dazwischen ein reich dekoriertes Korbbogentor, darüber ein von Atlanten gestützter Balkon. In der Mitte des Giebels befindet sich das Wappen, darüber die Kuppel. Im Inneren des Gebäudes ist ein, durch Pfeiler gegliederter, gewölbter Raum, sowie der Prunksaal, dessen Decke Stuckarbeiten aufweist, beachtenswert. 

 

Eger-Basilika

Die erzbischöfliche Hauptkirche in Eger- in klassizistischem Stil zwischen 1831 und 1836 gebaut- ist eine der größten Kirchen Ungarns: mit einer Länge von 93 Meter, einer Breite von 53 Meter und der Höhe der beiden Türme von 54 Meter. Zum Gebäude führt eine breite Treppenreihe, auf derer beiden Seiten die, von Marco Casagrande gemeißelten Steinstatuen stehen: die Gestalten der Könige St. Stefan und Ladislaus, sowie die von St. Peter und St. Paul. Die Eigenart der Fassade wird durch das Tympanon und 8 korinthischen Säulen bestimmt. Der Innenraum des Doms wird von drei Kuppelgewölben bedeckt. Das Haupt- und die Nebenschiffe zusammen, geben dem Gebäude den Grundriss des Kreuzes.  Das Gemälde des Hl. Johannes am Hauptaltar wurde 1835 von dem Wiener Maler, dem Meister Donhauser Josef geschaffen. Die Orgel der Basilika wurde Ende des XIX Jh. von der Salzburger Firma Moser geliefert.

 

Feldebrõ-Unterkirche

In der Mitte der Siedlung steht die Feldebroer Kirche, deren Unterkirche aus dem X-XI. Jh. unbeschädigt, ganz unversehrt erhalten geblieben ist. Ursprünglich war sie vermutlich das Kloster und der Beerdigungsort der adligen Aba Familie, urkundlich wird sie zuerst um 1220 erwähnt. Im Laufe der Geschichte wurde sie öfter umgebaut: im XIII. Jh. mit drei Schiffen, im romanischen Stil; im XV. Jh. wurde sie erneuert, damals wurde auf der Südseite das gotische Tor errichtet. Im XVIII. Jh., zur Zeit Grassalkovich Antals wurde sie umgebaut. Als besondere Raritäten zählen: die stämmige Bündelsäule, die Grabkammern, die offenen Altarreste, Säulen aus romanischer Zeit, die noch heute an den Wänden und Gewölben zu sehenden Freskenreste.

 

Sirok- Burg

Auf dem sogenannten Burgberg, in einer Höhe von 296 m, auf einem kahlen Rhyolitttuffkegel gebaut, gewähren sogar die Ruinen der Siroker Burg einen überwältigenden Anblick. Die ersten Besitzer waren bis 1320 die aus dem Adelsgeschlecht Aba, vom Zweig der Bodons. Eine bedeutende Rolle spielte sie während der Türkeneroberungszeit, 1555 verfügte der Göncer Reichstag,dass sie verstärkt werde, dannach wurden 1561 an der Unterburg Eckbasteien gebaut. 1596 fiel sie in türkische Hände. 1717, nach dem Freiheitkampf Rákoczis, wurde sie von kaiserlichen Truppen gesprengt, so kann man heute, anstelle der ursprünglichen Bauanlage mit innerem Turm, unregelmäßigem Grundriss, der Abgrenzung in eine Ober- und Unterburg, nur Ruinen sehen.  Die Aufschluss- und Instandesetzungsarbeiten der Burg sind in Gang, sie stellt ein ausgezeichnetes Ausflugsziel dar.

 

Kisnána- Burg

Die Erbauer und Besitzer der Burg von Kisnána waren jahrhundertelang, die aus dem Geschlecht der Aba stammende Familie Kompolt. Die Zeit des Erbauens der Burg war in den Jahren um 1400. Im Mittelalter war Nána der Mittelpunkt des Gutes der Familie Kompolt, und die Burg war wahrscheinlich ihre Residenz. Zu der- sich auf dem, mitten in der Siedlung erhebenden Hügel, befindenden - im gotischen Stil erbauten Burg, führt heute über den Burggraben eine Brücke. Im Inneren befinden sich ein Torturm, im Hof die aus dem XVI. Jh. stammende Kirche, sowie das aus, an Ort und Stelle gefundenen, behauenen Steinen gebildete Lapidarium.

 

Gyöngyöspata- Kirche

Die St. Peter Kirche aus Pata wurde im XI. Jh. gebaut, sie war die Zentralkirche  des Archidiakonamtes. Während der Zeit der Tatarenzüge ist die Kirche zerstört worden, so wurde dann im XVI. Jh., in der Mitte des Dorfes eine neue Kirche errichtet, wobei durch die Erweiterung im spätgotischen Stil, ein einheitlicher Bau geschaffen wurde, durch die Verwendung früherer Teile. Es lohnt sich, sich den als echte Kuriosität geltenden, den Stammbaum Jesus darstellenden, so genannten Jesus-Baum, anzusehen. In der Siedlung wurde der wichtige Kodex des XVI. Jh., der sogenannte Pata Graduale gefunden, den man heute in der Széchenyi Landesbibliothek finden kann.

 
 

Gyöngyös- St. Bertalan Kirche

Die Gyöngyöser Pfarrkirche St. Bertalan wurde zuerst um 1350 am Platz einer früheren Kirche gebaut, welche dann Ende des XV. Jh. zu einer großen gotischen Hallenkirche gebaut wurde. Daran erinnern die, sich an je zwei Seiten der Apsis befindlichen gotischen Zwillingstafeln in Großformat. Die Kirche wurde zwischen 1746 und 1756 im Barockstil umgebaut. Eine eigenartige Rarität im Kircheninneren bildet das- sich an der Südseite des Heiligtums unter der, aus dem XVII-XVIII. Jh. stammenden einheitlichen Barockeinrichtung, befindliche - gotische Taufbecken aus Bronze aus dem XV.Jh. An der Seite  des Südtors steht eine einfache Gedenkglocke, die daran erinnert, dass die Kirche während der Brandkatastrophe von 1917 stark beschädigt wurde.

 

Parád- Paloczenhaus

Im letzten Viertel des XVIII. Jh. wurde im nordwestlichen Teil des Dorfes  auf einem streifenförmigen Grundstück ein, in einer Reihe angelegtes Haus gebaut, in dessen Hof auch das Wirtschaftsgebäude untergebracht ist. Das Paráder Paloczenhaus ist das letzte gebliebene Denkmal der Holzbaukunst der Mátraer Gegend: alle drei Häuser sind durch Schleusentechnik aus Holz gefertigt worden. Im Haus befinden sich Zimmer, Küche, Flur und Speisekammer, eingerichtet nach den Bedürfnissen vor 150 Jahren. Das Paráder Paloczenhaus ist eine wichtige Gedenkstätte der Volkskultur und -bauweise, es kann  als Museum besichtigt werden.